Wir verwenden Cookies für die beste Nutzererfahrung. Es werden Cookies von Dritten eingesetzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 
 

Das Rätische Erbe

Das rätische Erbe in Fai della Paganella:
Das „Doss Castel“ ist ein Felsvorsprung, der sich in strategisch günstiger Lage auf der östlichen Hälfte der Hochebene Fai della Paganellas, 25 km von Trient entfernt, nahe der Abzweigung in Richtung Non- und Sulztal, über das Etschtal erhebt. Das auf natürliche Weise von überhängenden Felswänden geschützte „Doss Castel“ wird mit der dahinterliegenden Hochebene durch einen kurzen steilen Abhang verbunden, der einst durch eine Trockenmauer umgeben war, die heute zum Teil wieder freigelegt werden konnte. Die archäologische Stätte, von der aus man einen wundervollen Blick über das Etschtal genießen kann, ist einfach zu Fuß zu erreichen.
Von der ehemaligen rätischen Siedlung sind noch die Fundamente einiger Einfamilienhäuser zu erkennen, die auf felsigen Terrassenstufen, welche durch schwere Steinbrucharbeiten geebnet wurden, geradlinig aneinander gereiht sind. Die Behausungen, deren Grundriss in der Regel quadratisch angelegte Trockenmauern oder Felswände umgaben, waren auch in ihrer Originalausführung bereits zum Teil in den Boden eingelassen, wobei der obere Teil der Häuser höchstwahrscheinlich aus Holz bestand und das Dach aus Stroh. Dieser Baustil zeugt von der traditionellen Bauweise der Alpen- und östlichen Voralpenregion, die auch als rätische Region bekannt ist.

Die Rätischen Zeichen der Geschichte
Um 500 n.Chr. drang das rätische Volk, das bereits weite Teile des zentralen und östlichen Alpenlandes besetzt hielt, in die trentinische Region vor. Die Räter ließen sich in diversen Tälern nieder und gründeten eine relativ fortschrittliche Gesellschaft, die das Schreiben lehrte und ein breites Netz an Dörfern aufbaute. Sie machten auch von weiteren Maßnahmen Gebrauch, um die Gegebenheiten der Region zu nutzen (die Jagd war dabei zweitrangig): von der Landwirtschaft, die Wein, Gemüse und Getreide hervorbrachte, und der Viehzucht, darunter Ziegen, Rinder und Pferde. Zu Zeiten der Römer war die gesamte Region des Trentino Alto Adiges und alle weiteren benachbarten Gebiete bis hin zur Schweiz und dem Rhein, als Rätien bekannt. Zu den charakteristischen Eigenschaften der Region zählten die speziellen Behausungen, das Keramik, der Schmuck, die besonderen Waffen und Hacken, und das kunstvolle Gravieren von Bronzeblättchen. Einige der archäologischen Funde geben Aufschluss über die religiösen Riten der Räter und haben meist Bezug zu mediterranen und orientalen Göttern, darunter die Götter Reitia und Saturn, der Gott des Ackerbaus. In den Bergen praktizierten sie spektakuläre Einäscherungen und Brandriten mit Tieropfern und tönernen Darbringungen, an die heute noch die brennenden Feuer auf den südtiroler Gipfeln erinnern. Weiden, Äcker und Berge waren Allgemeinbesitz der Bergsiedlungen, die gemeinsam ein Oberhaupt wählten und miteinander in Versammlungen beratschlagten. Die damalige rätische Bauweise zeigt einige überraschende Übereinstimmungen mit der noch heute in vielen Bergdörfern verbreiteten Bauart: die Lage der Dörfer und die Ausrichtung und Gestalt ihrer Häuser als quadratische, für eine Familie ausgerichtete Reihenhäuser.
 
Das Rätische Erbe
Das Rätische Erbe
Das Rätische Erbe
 
Das Rätische Erbe
 

 



 
 
 
 
  • Sport Hotel Panorama
  • Via Carletti, 6
  • Fai della Paganella
  • T +39 0461 583134
  • F +39 0461 583234
  • Mw.St.Nr. IT01928820222
produced by Zeppelin Group - Internet Marketing